Pétanque – was ist das? Boule hat jeder schon im Speyrer Domgarten oder im Frankreich-Urlaub gesehen und ist so ein Gesellschaftsspiel. Dagegen bezeichnet man Pétanque das Boulespielen als Wettkampfsport in Ligen, Turniere und Meisterschaften. Hier gelten auch strenge Regeln wie Lizenzpflicht, Doping- und Rauchverbot uvm.

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Im Mutterland des Boule- und Pétanquesports hat diese Sportart einen ganz anderen Stellenwert. In Frankreich zählt es neben dem Fussball zur Nationalsportart. Dort wird in jedem Sommer in fünf verschiedenen Turnieren der Master de Pétanque ausgespielt. Das ist mit der Fussball-Champions League vergleichbar. Wie bei der Tour de France hat die Turnierleitung einen Austragungsort an der deutschen Grenze ausgesucht, um den Deutschen einen „Leckerbissen“ anzubieten. Diese Nachricht drang auch bis zu uns vor. So fuhr ein Teil der Mannschaft an einem Donnerstag Morgen nach Wissembourg. Unsere Spieler staunten nicht schlecht, was das alles geboten wurde. Ein öffentlicher Parkplatz wurde kurzzeitig für diesen Event als Boulestadion umfunktioniert. Auf den Asphalt wurde Splitt, Kies und Sand verteilt. Drumherum wurden drei Tribünen und VIP-Logen aufgebaut, damit ca. 1.000 Zuschauer live das Geschehen beobachten konnten.

Das Fernsehen fuhr ebenso ein Großaufgebot auf. TV-Kameras umsäumten die Spielfelder. Eine Kamera auf dem Schwenkarm machte zusätzlich Nahaufnahmen. Die Boulespieler wurden verkabelt, damit die Zuschauer die Absprache unter den Teams mitverfolgen konnten. Ein Moderator kommentierte während den Spielen. Ja, richtig gelesen. Das kennen wir alle nur von den Live-Übertragungen von wichtigen Fussballspielen. Das hier war einfach ein tolles unvergessliches Erlebnis. Super war nicht nur das Ambiente und die starken Profispieler sowie deren Spielkunst und Taktik sondern auch noch das Wetter. Denn ursprünglich sagte der Wetterdienst Dauerregen voraus. Unglaublich ist auch, dass dieses Spektakel keinen Eintritt gekostet hat.

Unsere Spieler sind sich einig, der eine Urlaubstag war es absolut wert, diese Sportveranstaltung zu besuchen. Unsere Bouler haben die eine oder andere Spielidee mit nach Hause genommen. Falls nächstes Jahr wieder so ein hochkarätiges Pétanque-Turnier in die „Nähe“ kommt, werden bestimmt noch mehrere Interessierte hinreisen.

(2011-07-21)

Die Radsportabteilung des Skiclubs im Allgäu unterwegs
Das allgäuer Dorf Schwangau, wunderschön vor der Kulisse der Ammergauer Alpen gelegen, war zentraler Ausgangspunkt für vier abwechslungsreiche Radtouren.

Egal in welche Richtung die 13-köpfige Radlergruppe fuhr, erschien das Märchenschloss Neuschwanstein von König Ludwig II im Blickfeld. Der Kontrast der Eindrücke war kaum zu übertreffen, denn die Landschaft wechselte häufig ihr Erscheinungsbild. Dörfliche Idylle, sanfte Hügellandschaften mit saftig grünen Wiesen und immer wieder Ausblicke auf den Forggen- und Illasbergsee erlebten die Radler bei deren Umrundung. Bei einem Abstecher Richtung Reutte erreichte die Gruppe nach einem Anstieg zum Schwarzenberg das Königs-Schloss Hohenschwangau, von dessen Garten und Innenhof der waldumsäumte Alpsee, Schloss Neuschwanstein und wieder der Forggensee erblickt werden konnten. Mit der Ruhe war es nunmehr vorbei, denn das weltberühmte Märchenschloss war wie immer ein Touristenmagnet, denn Busse, Pferdekutschen und Menschenmassen bildeten hier ein wildes Durcheinander.
Es wurde wieder ruhiger, als die Radler am nächsten Tag auf dem gut ausgebauten Uferweg den Lech aufwärts fuhren. Durch die historische Altstadt von Füssen, mit seinen romantischen Gassen und Winkeln, wurde der Lechfall erreicht, bei dem das Wasser durch eine enge Felsschlucht toste. Die Landschaft veränderte sich – vom Alpenvorland, mit seinem lieblich hügeligen Almcharakter, stieß die Gruppe in ein erhalten gebliebenes Wildflusstal ein, das über weite Teile als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Meist oberhalb des Lechs verlief der Radweg mal über steil herabstürzende Gebirgsbäche, durch lichten Bergwald oder Almen und immer wieder konnte die urwüchsige Flusslandschaft bewundert werden.
Nicht nur die Landschaft änderte sich, sondern auch das Wetter. Vom anfänglichen Regen wurde es immer trockener und die kühlen Temperaturen stiegen auf sommerliche Werte. Am Bannwaldsee vorbei begannen nach Trauchgau auf der „König-Ludwig-Route“ viele kleine Bergetappen, die nur durch eine Besichtigungspause der Wallfahrtskirche Wies unterbrochen wurde. Dieser Barockjuwel steht mitten in der Natur abseits von jeder menschlichen Siedlung und ist Anziehungspunkt für viele Gläubige und Kunstinteressierte. In dem urigen und abseits gelegenen Gasthaus Unternogg, ein ehemaliges Forsthaus kurz vor Unterammergau, wurde nach mittlerweile vier Reifenplatten die verdiente Mittagspause eingelegt.
Man merkt schon deutlich, dass das Radfahren an Bedeutung zugenommen hat, denn die meisten Gasthäuser und Hotels haben sich darauf eingestellt und bieten Leihräder, Fahrradgaragen, Reparaturräume und Informationsmaterial an. Aber auch das Radwegenetz mit der entsprechenden Beschilderung werden immer besser und gerade in einer solch wunderbaren Gegend mit Bergpanoramen, Seen und Kulturgüter macht das Radeln besonders viel Spaß.

Euer Wanderwart
Walter Köhler


Text zu Bild:
Die Radgruppe des Skiclubs am Illasbergsee im Allgäu

2011-06-24

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Die Hoggemer Hütt als Stützpunkt für tolle Wandertouren

Die gute Stimmung schlug unbarmherzig zu, denn es passte einfach alles. Das Wetter hätte nicht besser sein können, die 17-köpfige Wandergruppe fügte sich harmonisch zusammen und die Selbstversorgung auf der vereinseigenen Hoggemer Hütt in Seebach war ein kullinarischer Schmaus. Lange geplant und organisiert wurde diese Wanderfreizeit von mir und meiner Frau Rosemarie.

Schon bei der Ankunft wurde mit Sekt die Wandermuskulatur angeheizt, die dann jedoch später nur leicht gefordert wurde, als es den Skihang am Ruhestein aufwärts und weiter zum Seekopf ging. Es wurde über Hochmoore der idyllisch gelegene Wildsee und danach die Darmstätter Hütte erreicht. Dies war nur eine kleine Tour, denn es sollte eine muskuläre Eingewöhnung möglich sein. Anspruchsvoller war dann schon die Tour nach Ottenhöfen zu den Edelfrauengrab-Wasserfällen und über den Karlsruher Grat. In vielen kleinen Kaskaden stürzte das Wasser des Gottschlägbaches in der wildromantischen Schlucht herunter und der wilde Wuchs von Bäumen und Pflanzen erzeugte ergänzend dazu eine märchenhaft schöne Stimmung. Im Schatten der Bäume ging es angenehm stetig bergauf, bis die ersten Felsformationen des Karlsruher Grates erschienen. Hier teilte sich die Gruppe, denn nicht jeder war so trittfest und schwindelfrei, um diese Kletterparty zu bewältigen. Belohnt wurden die Kletterer von tollen Weitblicken und reizvollen Klettereien, die wohl zu den Höhepunkten der ganzen Freizeit zählten.
Die Klosterruine Allerheiligen war Ausgangspunkt für den 500 Meter-Aufstieg zum Schliffkopf, auf dessen Höhenrücken wie auf einer Panorama-Terrasse über die Schwarzwaldausläufer bis in die Rheinebene geblickt werden konnte. Nach einem gewaltigen Abstieg ins Grindenbach-Tal, wurden über viele Stufen die Allerheiligen-Wasserfälle durchstiegen, die als Abschluss dieser Tour ein wunderbares Naturschauspiel boten.
Nicht fehlen durfte natürlich bei den Wanderungen die Hornisgrinde, die mit ihren Hochmooren, Bannwald und Panoramablicken ein harmonisches Wechselspiel der Eindrücke bot.
Bei all den Touren zeigte sich der Wettergott von seiner wanderfreundlichsten Seite. Sonne, gelegentlich malerische Wolkenbilder, kein Regen und angenehme Temperaturen. Die Wandergruppe konnte jeden Tag bis in den später Abend vor der Hütte unter freiem Himmel sitzen und sich den kullinarischen Freuden widmen. Sicher hat das hervorragende Essen und der gute Wein auch dazu beigetragen, dass die Stimmung in der Gruppe bestens war, denn es wurde viel gelacht und gesungen – die Endorphine hatten Hochkonjunktur.

 

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Der Skiclub Hockenheim lud auch dieses Jahr wieder Menschen mit Behinderung aus der Hockenheimer Behindertenwerkstatt zu einem gemeinsamen Aktionstag ein.
Wegen der Temperatur um null Grad entschied man sich zu einer etwas kürzeren Wanderung von der Werkstatt im Talhaus durch die Hockenheimer Auen bis zum Vereinshaus des Skiclub im Altwingertweg.
Einige Gehbehinderten trafen mit dem Bus im Clubhaus ein, wo der Leiter der Hockenheimer Skischule, Winfried Kienzler, die versammelten Gäste im Namen des Vereins herzlich begrüßte. Er betonte die Wichtigkeit, behinderte Menschen anzunehmen und sie durch Aufmerksamkeit und Beachtung in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen. Allgemeine Freude und ein ordentliches Maß an Spaßfaktor in Spiel und Bewegung sind der Antrieb dieser jährlich stattfindenden Begegnung.

Am Vormittag boten die Organisatoren Gesellschaftsspiele an und der Erfolg gab ihnen recht. Die Gäste spielten in zuvor eingeteilten Gruppen mit großem Eifer „Mensch ärgere dich nicht“, aber auch die Klassiker wie z.B. Dame und Mühle fanden großen Anklang. Höhepunkt war natürlich das durch das Fernsehen bekannte Ratequiz „Die Montagsmaler“, bei der mit heller Begeisterung gemalt und Begriffe erraten wurden.

Spielen macht bekanntermaßen hungrig und so fand das Mittagessen (leckere Maultaschen mit Zwiebelsoße und Beilagen) reißenden Absatz.

Nachdem dieser kräftigen Stärkung und der Tatsache, dass die Außentemperaturen angenehmer wurden, begann ein Bouleturnier unter der Leitung des Bouleexperten Hans-Jürgen Barcziewski.
Das Boulespiel förderte manches Talent zu Tage und man merkte, dass hier unbewusst spielerische Fähigkeiten bei viel Spaß am Spiel entwickelt wurden.

Insbesondere Erwachsene mit Behinderung haben viel Freude an Musik und bei den gewünschten Liedern wurde kräftig mitgesungen, alle hatten ihren Spaß.
Inzwischen hatten Brigitte Sturm und Hedwig Kienzler Kaffee und Kuchen vorbereitet und bedienten die Gäste, die begeistert das Angebot annahmen.

Als krönender Abschluss wurde die Siegerehrung des Bouleturniers durchgeführt. Alle vier Mannschaften bekamen unter Beifall einen Pokal überreicht.

Aufgedreht und gut gelaunt verabschiedeten sich die Teilnehmer. Frau Fath von der Hockenheimer Behinderteneinrichtung bedankte sich im Namen aller recht herzlich für diese schönen Stunden beim Skiclub.


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Im Rahmen des diesjährigen Kinderferienprogramms der Stadt Hockenheim wurde ein Ausflug in den Wild- und Erlebnispark organisiert.

Auf der halbstündigen Fahrt nach Wachenheim rissen die Wolken auf und der Weg
für einen sonnigen Ausflug war geebnet.

Während des Tages genossen die Kids die Attraktionen wie die Riesenrutschen, die 600 m lange Sommerrodelbahn sowie die Bumper-Boats und Tretboote.

Nach einer Fahrt durch den Wildpark mit der Bimmelbahn, bei dem die Kinder einiges über die verschieden Tiere erfahren haben, ging es zur Greifvogelshow in einen abgelegen Teil des Parks.
Nach der sehr gut animierten Show durch einen niederländischen Falkner ( Bruce) und der Fütterung der Geier und Falken durch Kinder unserer Gruppe ging es weiter zur Wolfsshow.

Dort lernten die Kinder während der Fütterung der braunen europäischen Wölfe viel über die Raubtiere. Diese hatten zurzeit Nachwuchs aus einem anderen Rudel adoptiert.
Das Interesse wurde nach der Show durch rege Fragestellungen der Kinder untermauert.

Für die Verpflegung war mit Getränken, zünftigem Wurstsalat und Kuchen perfekt durch den Skischulleitung des Skiclub Hockenheim gesorgt.

Danach konnten die Kinder bei den Attraktionen Ihrer Wahl den restlichen Tag verbringen.
Sichtlich geschafft von dem langen aufregenden Tag im Kurpfalzpark kamen wir gegen 17:00 Uhr wieder in Hockenheim an.