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Pünktlich zu Beginn der Wanderfreizeit des Skiclubs auf der Hoggemer Hütt in Seebach stellte sich der Frühling ein. Nicht nur die idealen Temperaturen und das Sonnenlicht, sondern auch die blühende Natur wirkte sich auf die fünfzehn Wanderer mit Zufriedenheit und Entspanntheit aus.
Wanderwart Walter Köhler, der diese Viertages-Wanderung plante und organisierte, hatte Glück,  denn bis kurz vor Christi Himmelfahrt war das Wetter kalt und regnerisch. Es war eine gute Entscheidung  eine „Etage“ darunter zu wandern und nicht auf dem Schwarzwaldhochkamm, denn dort hatte es noch ein paar Tage zuvor geschneit, so dass die Vegetation weiter zurück war. In dem tieferliegenden Vorgebirge konnte somit umso mehr die Blütenpracht der Kirschbäume und das frische Grün der Bäume visuell aufgenommen werden. Besonders auf dem Alde-Gott-Panorama-Weg rund um den Weinort Sasbachwalden, bei dem überwiegend auf Wiesen- und Weinbergwegen die blühende Schönheit dieses Tales erwandert werden konnte. Vorbei an der Straubenhof-Mühle, eine restaurierte Wassermühle, ging`s bergauf zum Spinnerhof, ein Berggasthof, auf dem die Wandergruppe eine Rast einlegte. Die Aussicht von dort auf Sasbachwalden, den Weinbergen und das Rheintal war großartig. Es folgte gleich danach ein kleines Naturschauspiel – der Abstieg durch die Gaishölle, eine wildromantische Schlucht, in der der Brandbach in vielen kleinen Kaskaden ins Tal stürzte.
Ein besonderes Erlebnis der anderen Art war der Besuch des Brauchtumsabend in der historischen Vollmers` Mühle, die in einem Seitental von Seebach im Ortsteil Grimmerswald steht. In der liebevoll restaurierten Mühle mit seinem großen oberschlächtigen Wasserrad, wurde der Wandergruppe gezeigt, wie man früher Butter hergestellt hatte, an einem Spinnrad gesponnen wurde oder wie Kienspäne gehobelt wurden. Das ganze wurde mit Musik untermalt und dazu gab es ein deftiges Vesper mit Mühlenwasser (Schnaps). Gut gelaunt wurde der Rückweg zur Hoggemer Hütt entlang des Grimmersbach und der Acher bei völliger Dunkelheit angetreten. Lediglich der Schein der Taschenlampen und das Plätschern und Rauschen des Wassers dienten der Orientierung.
Ob vom Brente-Schrofen, Palmfelsen oder Hohfelsen hatten die Wanderer immer eine herrliche Sicht auf das umliegende Gebirge, in dem sich Seebach, Ottenhöfen und Waldulm harmonisch einfügten. Die vereinseigene Hoggemer Hütt im Nordschwarzwald, bei der in den letzten Jahren viel renoviert und erneuert wurde, ist eben ein idealer Ausgangspunkt für viele tolle Wanderungen.
Abschalten von der „Außenwelt“, frühlingshafte Natur, harmonisches Gruppenerlebnis und kulinarischer Verwöhnung waren das Ergebnis dieses Kurzurlaubes – was will man mehr ? Walter Köhler